Der Weg durch den Behördendschungel: Tipps für Ihr Baugenehmigungsverfahren

Der Weg durch den Behördendschungel: Tipps für Ihr Baugenehmigungsverfahren

Der Weg durch den Behördendschungel kann für viele Bauherren eine Herausforderung darstellen. Ein Baugenehmigungsverfahren ist oft komplex und zeitintensiv. Um Ihnen den Prozess zu erleichtern, bieten wir in diesem Artikel wertvolle Tipps und Informationen, die Ihnen helfen, Ihr Baugenehmigungsverfahren erfolgreich zu meistern. Von der Vorbereitung der notwendigen Unterlagen bis hin zur Kommunikation mit den Behörden – wir decken alle wichtigen Aspekte ab.

Wichtige Erkenntnisse

  • Eine gründliche Vorbereitung und Kenntnis der erforderlichen Dokumente und Unterlagen sind entscheidend für ein erfolgreiches Baugenehmigungsverfahren.
  • Die frühzeitige Einbindung von Experten, wie Architekten und Bauingenieuren, kann den Prozess beschleunigen und potenzielle Hürden minimieren.
  • Effektive Kommunikation mit den zuständigen Behörden ist unerlässlich, um Missverständnisse zu vermeiden und den Genehmigungsprozess zu beschleunigen.
  • Technische Anforderungen, wie z.B. zur Gebäudeautomation und elektrotechnischen Anlagen, sollten frühzeitig geklärt werden, um Verzögerungen zu vermeiden.
  • Nach Erhalt der Baugenehmigung ist eine sorgfältige Planung der Bauausführung und regelmäßige Überwachung der Bauarbeiten wichtig, um den Erfolg des Projekts sicherzustellen.

Grundlagen des Baugenehmigungsverfahrens

Grundlagen des Baugenehmigungsverfahrens

Verständnis des Verfahrens

Das Baugenehmigungsverfahren ist ein komplexer Prozess, der eine sorgfältige Vorbereitung und Kenntnis der relevanten Vorschriften erfordert. Die Kenntnis der einzelnen Schritte und erforderlichen Dokumente ist entscheidend für einen erfolgreichen Antrag.

  • Zuerst muss der Bauherr die Machbarkeit seines Vorhabens prüfen.
  • Anschließend sind die notwendigen Unterlagen und Pläne zu erstellen.
  • Die Einreichung des Bauantrags bei der zuständigen Behörde folgt.
  • Nach der Prüfung des Antrags durch die Behörde kann es zu Rückfragen kommen, die zeitnah beantwortet werden sollten.
  • Bei positiver Bewertung wird die Baugenehmigung erteilt.

Es ist wichtig, sich frühzeitig mit den zuständigen Behörden in Verbindung zu setzen und deren Anforderungen genau zu kennen. Dies kann den Genehmigungsprozess erheblich beschleunigen und Missverständnisse vermeiden.

Wichtige Dokumente und Unterlagen

Für ein erfolgreiches Baugenehmigungsverfahren ist die Zusammenstellung aller relevanten Dokumente und Unterlagen entscheidend. Die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Unterlagen sind maßgeblich für die Bearbeitungszeit und den Erfolg Ihres Antrags.

Zu den wichtigsten Dokumenten gehören:

  • Bauzeichnungen und Pläne
  • Baubeschreibung
  • Nachweis der Grundstücksbesitz
  • Statistische Berechnungen
  • Nachweise über die Einhaltung von Abstandsflächen
  • Energieausweis

Es ist ratsam, frühzeitig mit den zuständigen Behörden in Kontakt zu treten, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Unterlagen vorliegen und den Anforderungen entsprechen.

Die genaue Liste der benötigten Dokumente kann je nach Bauvorhaben und lokalen Vorschriften variieren. Informieren Sie sich daher rechtzeitig bei Ihrer zuständigen Baubehörde.

Zuständige Behörden und Ansprechpartner

Die Identifikation der zuständigen Behörden und Ansprechpartner ist ein entscheidender Schritt im Baugenehmigungsverfahren. Jedes Bundesland und jede Kommune kann unterschiedliche Zuständigkeiten und Verfahrensweisen haben. Es ist daher ratsam, sich frühzeitig zu informieren und den Kontakt zu den zuständigen Stellen aufzubauen.

  • Bauamt der Gemeinde oder Stadt
  • Untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises
  • Denkmalschutzbehörde (falls relevant)

Eine gute Vorbereitung und frühzeitige Kontaktaufnahme können den Genehmigungsprozess erheblich beschleunigen und Missverständnisse vermeiden.

Es ist auch hilfreich, sich über die spezifischen Anforderungen und Fristen der jeweiligen Behörde zu informieren. Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Architekten oder Bauingenieur kann ebenfalls von Vorteil sein, um die notwendigen Unterlagen korrekt und vollständig einzureichen.

Vorbereitung und Einreichung der Bauanträge

Vorbereitung und Einreichung der Bauanträge

Erstellung der Bauzeichnungen

Die Erstellung der Bauzeichnungen ist ein entscheidender Schritt im Baugenehmigungsverfahren. Diese Zeichnungen dienen nicht nur als Grundlage für die Beurteilung durch die Baubehörden, sondern auch als detaillierte Anleitung für die Bauausführenden. Es ist daher von größter Wichtigkeit, dass die Bauzeichnungen präzise und den geltenden Normen entsprechend angefertigt werden.

Die Qualität und Genauigkeit der Bauzeichnungen können maßgeblich über die Genehmigungsfähigkeit Ihres Bauvorhabens entscheiden.

Um sicherzustellen, dass Ihre Bauzeichnungen alle Anforderungen erfüllen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Grundriss: Zeigt die Aufteilung der Räume und deren Nutzung.
  • Ansichten: Darstellung der Fassaden aus verschiedenen Blickwinkeln.
  • Schnitte: Vertikale Durchschnitte durch das Gebäude, um die Struktur zu verdeutlichen.
  • Details: Detaillierte Zeichnungen wichtiger Bauelemente.

Es empfiehlt sich, frühzeitig einen erfahrenen Architekten oder Bauzeichner mit der Erstellung dieser Unterlagen zu beauftragen. Dies kann nicht nur Zeit sparen, sondern auch dazu beitragen, mögliche Fehlerquellen zu minimieren und die Genehmigungschancen zu erhöhen.

Berechnung der Baukosten

Die Berechnung der Baukosten ist ein entscheidender Schritt im Baugenehmigungsverfahren. Es ist wichtig, eine detaillierte Kostenaufstellung zu erstellen, die alle Aspekte des Bauvorhabens abdeckt. Dazu gehören Materialkosten, Arbeitskosten, Kosten für Genehmigungen und Gebühren sowie unvorhergesehene Ausgaben. Eine sorgfältige Planung und Kalkulation kann helfen, Budgetüberschreitungen zu vermeiden und die finanzielle Machbarkeit des Projekts sicherzustellen.

Eine genaue Kostenschätzung ist nicht nur für die Finanzplanung, sondern auch für die Beantragung von Krediten und Fördermitteln unerlässlich.

Hier ist ein Beispiel für eine grundlegende Kostenaufstellung:

Kostenart Geschätzte Kosten
Materialkosten 50.000 €
Arbeitskosten 30.000 €
Genehmigungen und Gebühren 5.000 €
Unvorhergesehene Ausgaben 15.000 €
Gesamtkosten 100.000 €

Es ist ratsam, einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben einzuplanen und regelmäßig die Kostenschätzungen zu überprüfen und anzupassen. Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Fachleuten kann dabei helfen, realistische Kostenvoranschläge zu erhalten und das Risiko von Budgetüberschreitungen zu minimieren.

Notwendige Formulare und Anträge

Für die Einreichung Ihres Bauantrags sind verschiedene Formulare und Anträge notwendig, die je nach Bundesland und Art des Bauvorhabens variieren können. Eine sorgfältige Vorbereitung und Vollständigkeit dieser Unterlagen ist entscheidend für den Erfolg Ihres Antrags.

Hier eine Liste der häufig benötigten Dokumente:

  • Bauantragsformular
  • Lageplan (amtlich vermessener Plan)
  • Bauzeichnungen (Grundrisse, Ansichten, Schnitte)
  • Baubeschreibung
  • Nachweis der Baugrundstückseigentums
  • Statik- und Energieeffizienznachweise
  • Nachweis über die Abwasserentsorgung

Es ist empfehlenswert, sich frühzeitig mit den zuständigen Behörden in Verbindung zu setzen, um sicherzustellen, dass alle spezifischen Anforderungen erfüllt sind.

Die genaue Liste der erforderlichen Dokumente erhalten Sie bei der zuständigen Baubehörde. Dort erfahren Sie auch, ob zusätzliche Unterlagen für Ihr spezifisches Bauvorhaben notwendig sind. Eine frühzeitige Klärung dieser Fragen kann Verzögerungen im Genehmigungsprozess vermeiden helfen.

Kommunikation mit den Behörden

Kommunikation mit den Behörden

Effektive Kommunikationsstrategien

Eine effektive Kommunikation mit den zuständigen Behörden ist entscheidend für den Erfolg Ihres Baugenehmigungsverfahrens. Es ist wichtig, von Anfang an einen klaren und offenen Dialog zu führen. Hier sind einige Strategien, die Ihnen dabei helfen können:

  • Stellen Sie sicher, dass alle Anfragen und Dokumente vollständig und rechtzeitig eingereicht werden.
  • Seien Sie proaktiv und nehmen Sie regelmäßig Kontakt auf, um den Status Ihres Antrags zu überprüfen.
  • Bereiten Sie sich auf mögliche Rückfragen vor und haben Sie alle notwendigen Informationen zur Hand.

Eine gute Vorbereitung und das Verständnis für die Prozesse der Behörden können die Bearbeitungszeit Ihres Antrags erheblich verkürzen.

Es ist auch hilfreich, sich mit den spezifischen Anforderungen und Vorlieben der jeweiligen Behörde vertraut zu machen. Jede Behörde kann unterschiedliche Erwartungen haben, daher ist es ratsam, sich im Vorfeld genau zu informieren. Durch eine angepasste Kommunikation und das Einhalten der formalen Anforderungen können Missverständnisse vermieden und der Genehmigungsprozess beschleunigt werden.

Umgang mit Rückfragen und Einwänden

Beim Umgang mit Rückfragen und Einwänden von Behörden ist eine proaktive und transparente Kommunikation entscheidend. Bereiten Sie sich auf mögliche Fragen vor und halten Sie alle relevanten Informationen und Dokumente griffbereit. Eine gute Vorbereitung kann den Prozess erheblich beschleunigen und Missverständnisse vermeiden.

Eine klare und offene Kommunikation fördert das Verständnis auf beiden Seiten und kann dazu beitragen, den Genehmigungsprozess zu vereinfachen.

Hier sind einige Tipps, wie Sie effektiv mit Rückfragen und Einwänden umgehen können:

  • Antworten Sie zeitnah und präzise auf Anfragen.
  • Halten Sie alle Kommunikationswege offen und nutzen Sie sie aktiv.
  • Dokumentieren Sie den Austausch mit den Behörden sorgfältig.
  • Seien Sie bereit, zusätzliche Informationen oder Dokumente schnell bereitzustellen.
  • Suchen Sie bei Unklarheiten das direkte Gespräch, um Missverständnisse auszuräumen.

Durch die Beachtung dieser Punkte können Sie den Umgang mit Rückfragen und Einwänden effizient gestalten und den Genehmigungsprozess positiv beeinflussen.

Beschleunigung des Genehmigungsprozesses

Die Beschleunigung des Genehmigungsprozesses ist ein zentrales Anliegen vieler Bauherren. Eine frühzeitige und umfassende Planung kann hierbei entscheidend sein. Es ist wichtig, bereits im Vorfeld mögliche Hürden zu identifizieren und entsprechende Lösungsstrategien zu entwickeln.

Eine gute Vorbereitung und die Einhaltung aller erforderlichen Schritte können den Prozess erheblich beschleunigen.

Folgende Punkte sollten beachtet werden:

  • Frühzeitige Kontaktaufnahme mit den zuständigen Behörden
  • Sorgfältige Vorbereitung der Unterlagen
  • Klare Kommunikation der Projektziele
  • Nutzung von digitalen Einreichungsmöglichkeiten

Durch die Beachtung dieser Aspekte kann der Genehmigungsprozess effizienter gestaltet und Zeitverzögerungen minimiert werden. Es ist zudem ratsam, sich professionelle Unterstützung zu holen, um die Komplexität des Verfahrens zu navigieren und potenzielle Fallstricke zu vermeiden.

Spezialgebiete und technische Anforderungen

Gebäudeautomation und Smart Building

Die Integration von Gebäudeautomation und Smart Building Technologien ist ein entscheidender Schritt, um die Effizienz und den Komfort von Gebäuden zu steigern. Durch eine integrale Planung der Gebäudeautomation, die den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes berücksichtigt, können sowohl die Betriebskosten als auch die Energiekosten des Gebäudes minimiert werden.

Die Bestimmung der „Gebäudeautomations-Energieeffizienzklasse“ eines Gebäudes erfolgt gemäß EN 15232, welche in der EnEV und bei der Erstellung des Energieausweises Berücksichtigung findet.

Die Planung und Beratung bei der Implementierung von Smart Building Lösungen umfasst:

  • Lösungen zu einer ganzheitlich orientierten Gebäudeautomation (Smart Building) nach AMEV, EN ISO 16484, DIN 18386, VDI 3814 / 3810–5
  • Lösungen zur Energiemessung (Smart Metering) und zum Energiemanagement (ISO 50001)
  • Integrationslösungen zur Vereinheitlichung verschiedener Standards und Protokolle der Gebäudeautomation
  • Herstellerunabhängigen offenen Lösungen

Die frühzeitige Einbindung eines Elektroplaners ist essenziell, um eine hohe Einsparung der Energiekosten zu erzielen und alle TGA-Gewerke effektiv zu integrieren. Nur durch die Berücksichtigung aller Fachplaner kann eine sinnvolle und energiesparende Gebäudeautomation realisiert werden. Dies kann durch eine Beratung für Bauherren Firma umgesetzt werden.

Elektrotechnische Anlagen

Die Planung und Beratung bei elektrotechnischen Anlagen erfordert ein tiefes Verständnis für die technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen. Eine moderne elektrotechnische Anlage zeichnet sich durch ihre hohe Verlässlichkeit, anhaltende Leistungsfähigkeit und größtmögliche Ausfallsicherheit aus.

Eine detailierte Beschreibung an die elektrotechnische Infrastruktur, die Sicherheitstechnik, aber auch an die passive IT-Infrastruktur ist sowohl für den Errichter / Vermieter als auch für den Bauherren / Mieter essenziell.

Die Planung umfasst unter anderem:

  • Trafoanlagen und Mittelspannungsanlagen
  • Eigenstromversorgungsanlagen (USV-Anlagen, Netzersatzanlagen, PV-Anlagen, Sicherheitsbeleuchtungszentralen, etc.)
  • Niederspannungsschaltanlagen (Niederspannungs-/Gebäudehauptverteilungen)
  • Niederspannungsinstallationsanlagen (Trassen-/Verlegewege, Verkabelung, Installationstechnik)
  • Beleuchtungsanlagen (Normalbeleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung, Außenbeleuchtung)
  • Erdungs- und Blitzschutzanlagen

Die Nutzung moderner Planungstools wie AutoCAD, Trimble (3D-Planung), DIALux Evo für die Beleuchtungsplanung und weitere spezialisierte Software unterstützt die effiziente und präzise Umsetzung der Projekte. Die frühzeitige Definition von Anforderungen an die technische Infrastruktur in Bauverträgen oder Mietvereinbarungen kann spätere Kosten durch Nachträge und Umplanungen erheblich reduzieren.

Gefahrenmelde- und Schwachstromanlagen

Die Planung und Beratung bei Gefahrenmelde- und Schwachstromanlagen erfordert spezifisches Fachwissen und oft auch entsprechende Zertifizierungen. Die Auswahl der richtigen Systeme und deren korrekte Implementierung sind entscheidend für die Sicherheit und Effizienz eines Gebäudes.

Die Planung von sicherheitstechnischen Anlagen wie Brandmeldeanlagen (BMA) und Sprachalarmanlagen (SAA) kann z.T. nur nach Erlangen von Zertifikaten durchgeführt werden.

Die folgende Liste gibt einen Überblick über die wichtigsten Arten von Anlagen, die in diesem Bereich relevant sind:

  • Einbruchmeldeanlagen (EMA)
  • Brandmeldeanlagen (BMA)
  • Sprachalarmanlagen (SAA)
  • Elektroakustische Anlagen (ELA)
  • BOS-Anlagen
  • Videoüberwachungsanlagen
  • Sprechanlagen

Die Komplexität und die technischen Anforderungen dieser Systeme machen eine umfassende Beratung und sorgfältige Planung unerlässlich. Es ist wichtig, frühzeitig mit qualifizierten Fachkräften zusammenzuarbeiten, um ein optimales Sicherheitskonzept zu entwickeln.

Photovoltaik-Anlagen

Nach der erfolgreichen Genehmigung Ihrer Photovoltaik-Anlage beginnt eine spannende Phase: der Baustart und die Überwachung des Projekts. Es ist entscheidend, dass Sie einen detaillierten Plan für die Installation und Inbetriebnahme haben. Eine sorgfältige Planung und Überwachung sind der Schlüssel zum Erfolg.

Es ist wichtig, dass alle Beteiligten regelmäßig über den Fortschritt informiert werden und eventuelle Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden können.

Die folgende Liste gibt einen Überblick über die wesentlichen Schritte nach der Genehmigung:

  • Vorbereitung des Installationsorts
  • Auswahl und Kauf der Photovoltaik-Module
  • Installation der Module und des Wechselrichters
  • Anschluss an das Stromnetz
  • Inbetriebnahme und erste Tests
  • Registrierung im Marktstammdatenregister

Jeder dieser Schritte erfordert sorgfältige Planung und Koordination. Es ist ratsam, sich von Fachleuten beraten zu lassen, um sicherzustellen, dass alle technischen und rechtlichen Anforderungen erfüllt werden. Die Investition in eine Photovoltaik-Anlage ist nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz, sondern kann auch finanziell sehr attraktiv sein, insbesondere wenn man die langfristigen Einsparungen durch selbst erzeugten Strom berücksichtigt.

Nach der Genehmigung: Nächste Schritte

Nach der Genehmigung: Nächste Schritte

Baustart und Überwachung

Nachdem die Baugenehmigung erteilt wurde, beginnt eine der kritischsten Phasen Ihres Projekts: der Baustart und die Überwachung der Bauarbeiten. Eine sorgfältige Planung und Überwachung sind entscheidend für den Erfolg Ihres Bauvorhabens. Es ist wichtig, dass Sie regelmäßig die Baustelle besuchen und den Fortschritt überwachen. Stellen Sie sicher, dass die Arbeiten gemäß den genehmigten Plänen und Vorschriften durchgeführt werden.

Eine effektive Kommunikation mit Ihrem Bauleiter und den Handwerkern vor Ort ist unerlässlich, um Missverständnisse zu vermeiden und sicherzustellen, dass alle auf dem gleichen Stand sind.

Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie während der Bauphase beachten sollten:

  • Regelmäßige Besprechungen mit dem Bauleiter
  • Überprüfung der Materiallieferungen
  • Kontrolle der Bauqualität
  • Einhaltung des Zeitplans

Durch die Beachtung dieser Punkte können Sie dazu beitragen, dass Ihr Bauvorhaben reibungslos verläuft und termingerecht abgeschlossen wird.

Umgang mit Änderungen während der Bauphase

Änderungen während der Bauphase sind nicht ungewöhnlich und können aus verschiedenen Gründen erforderlich werden. Eine flexible Planung und offene Kommunikation mit allen Beteiligten sind entscheidend, um den Bauablauf nicht zu gefährden. Es ist wichtig, Änderungen dokumentiert festzuhalten und sicherzustellen, dass alle Beteiligten informiert sind und zustimmen.

Eine rechtzeitige Anpassung der Planung kann zusätzliche Kosten und Verzögerungen vermeiden.

Hier sind einige Schritte, die Sie befolgen sollten:

  • Überprüfung der Änderungsanforderung auf ihre Notwendigkeit und Machbarkeit
  • Absprache mit dem Architekten und den Fachplanern zur Bewertung der Auswirkungen
  • Einholung der Zustimmung von der Baubehörde, falls erforderlich
  • Anpassung der Zeit- und Kostenpläne
  • Information aller beteiligten Gewerke und Aktualisierung der Arbeitspläne

Abschluss und Abnahme des Bauvorhabens

Nachdem die Baugenehmigung erteilt wurde und der Bau erfolgreich abgeschlossen ist, steht die Abschluss- und Abnahmeprüfung des Bauvorhabens an. Diese ist entscheidend, um die Übereinstimmung des Bauwerks mit den genehmigten Plänen und den geltenden Bauvorschriften zu bestätigen. Es ist wichtig, dass alle relevanten Dokumente und Nachweise für die Abnahmeprüfung vorbereitet und bereitgestellt werden.

Die Abnahme des Bauvorhabens ist nicht nur ein formaler Akt, sondern bestätigt auch die Sicherheit und Funktionalität des Gebäudes.

Für eine reibungslose Abnahme sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Vorlage aller relevanten Dokumente und Zertifikate
  • Durchführung einer gründlichen Endkontrolle des Bauwerks
  • Einladung des zuständigen Prüfers zur Abnahme
  • Klärung offener Mängel vor der Abnahme

Die erfolgreiche Abnahme markiert den offiziellen Abschluss des Bauprojekts und ermöglicht den Beginn der Nutzung des neuen Gebäudes. Es ist der letzte Schritt in einem langen Prozess, der mit der Planung begann und nun mit der Inbetriebnahme des Bauwerks endet.

Fazit

Das Navigieren durch den Behördendschungel, insbesondere im Kontext des Baugenehmigungsverfahrens, kann eine herausfordernde Aufgabe sein. Doch mit den richtigen Tipps und einer sorgfältigen Planung lässt sich dieser Prozess deutlich vereinfachen. Wichtig ist es, sich frühzeitig über die notwendigen Unterlagen und Anforderungen zu informieren, eine detaillierte Planung der elektrotechnischen Anlagen und der Gebäudeautomation vorzunehmen und dabei stets die aktuellen Normen und Vorschriften im Blick zu behalten. Die Einbindung von Fachexperten, wie Energieberatern und spezialisierten Ingenieurbüros, kann zusätzlich zur Effizienzsteigerung und Kostenreduktion beitragen. Letztlich ist eine proaktive Kommunikation mit den Behörden und eine frühzeitige Einholung von Genehmigungen entscheidend, um Verzögerungen und unerwartete Kosten zu vermeiden. Mit diesen Strategien ausgestattet, steht einem erfolgreichen Baugenehmigungsverfahren nichts mehr im Wege.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die ersten Schritte im Baugenehmigungsverfahren?

Die ersten Schritte beinhalten die Sammlung aller notwendigen Unterlagen und Dokumente, die Klärung des Grundstücksstatus und die Vorabklärung mit den zuständigen Behörden bezüglich der baurechtlichen Vorgaben.

Welche Dokumente sind für einen Bauantrag erforderlich?

Zu den erforderlichen Dokumenten gehören in der Regel der Lageplan, Bauzeichnungen, Berechnungen zur Statik und zum Brandschutz, sowie Nachweise über das Eigentum am Grundstück.

Wer ist für die Genehmigung eines Bauvorhabens zuständig?

Die Zuständigkeit liegt bei der örtlichen Bauaufsichtsbehörde, die je nach Bundesland oder Kommune variieren kann.

Wie kann ich den Genehmigungsprozess beschleunigen?

Eine Beschleunigung ist möglich durch eine vollständige und korrekte Antragsstellung, frühzeitige Abstimmungen mit den Behörden und ggf. die Einbeziehung eines erfahrenen Bauherrenberaters.

Sind spezielle Genehmigungen für technische Anlagen wie Photovoltaik notwendig?

Für bestimmte technische Anlagen wie Photovoltaik-Anlagen können zusätzliche Genehmigungen oder Abstimmungen erforderlich sein, insbesondere wenn es um den Anschluss an das öffentliche Netz geht.

Was passiert nach Erteilung der Baugenehmigung?

Nach Erteilung der Baugenehmigung kann mit dem Bau begonnen werden. Es ist wichtig, während der Bauphase die behördlichen Auflagen zu beachten und ggf. erforderliche Änderungen oder Ergänzungen erneut genehmigen zu lassen.